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Offener Brief zu Neuen Wohnformen und Sozialwohnungsbau

Auf allen politischen Ebenen – so auch in Koblenz – wird die Notwendigkeit bezahl-baren Wohnens als dringende Aufgabe thematisiert. Trotz angespannter Lage auf dem Wohnungsmarkt ist hier die Umsetzung sehr zögerlich.

Der Verein „Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz“ und viele Interessierte warten darauf, dass in Koblenz Politik und Verwaltung bei Realisierung von Sozialwohnungsbau auch gemeinschaftliche Wohnformen planen.

Die Baukultur-Ausstellung auf der Festung Ehrenbreitstein mit dem Titel „Keine Angst vor Partizipation – Wohnen heute“ (vom 17.6.2018 bis 10.02.2019) hat uns be- eindruckend gezeigt, wie selbstbestimmtes gemeinschaftliches Wohnen realisiert werden kann. Politik und Verwaltung unserer Stadt haben es in der Hand, hierfür die Voraussetzungen zu schaffen. Dazu gehören entsprechende Mietangebote, Ver-handlungen mit der BImA zum Erwerb verbilligter Grundstücke (s. Richtlinie VerbR) oder sonstige Projektangebote an bestehende Baugruppen oder entsprechende Investoren. Dabei kann die Stadt Rahmenbedingungen an Projekte stellen, die soziales und ökologisches Wohnen anstreben.
Einsparungen im Sozialetat sind nach belegten Studien durch verantwortliches Miteinander zu erwarten.
Unser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Bürgerinnen und Bürger, die Neue Wohnformen anstreben, auf politischer Ebene mit Informationen und Ideen ein Sprachrohr zu sein. Die Teilnahme an Planungen ist daher wichtig.

Darum bitten wir Sie um konkrete Angaben zu folgenden Punkten:
– welche Konzepte und Planungen bestehen für neue Wohnformen
– welche Fördermittel werden beantragt
– wann werden Vorhaben angegangen und
– wann wird unser Verein informiert und beteiligt, um mit Interessierten gemeinschaftliches Wohnen planen zu können.

Wir berufen uns auf das Landestransparenzgesetz von 2015 sowie die Gemeindeordnung §97, Abs. 1.