Vereinspapier zur Wohnungspolitik in Koblenz

Vereinspapier zur Wohnungspolitik in Koblenz

Der Verein „Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz e.V.“ unterbreitet Wünsche und Vorschläge, die den Sozialwohnungsbau in der Stadt Koblenz fördern sollen:

1. Der verstärkte Bau von Sozialwohnungen im Besitz der Stadt ist anzustreben.
2. Quartierslösungen für soziale Mischung sind zu favorisieren, d.h. Belegungsmodelle bei der Stadtplanung zu befolgen.
3. Von Investoren sollte ein Mindestanteil für sozialen Wohnungsbau (Sozialquote) eingefordert werden.
4. Ehrenamtliches Engagement, Mieter- und Bürgervereine sowie die Vernetzung mit Quartiersmanagern sollen zum Zwecke der Selbstbestimmung und mit dem Ziel der Identifizierung mit dem Quartier als Zuhause verstärkt betrieben werden.
5. Die Stadtverwaltung sollte eine Leitstelle “Wohnen“ einrichten.
6. Die von Bund und Land initiierten Förderprogramme für den Wohnungsbau sind auszuwerten und zu nutzen.
7. Flächen, die für Sozialwohnungsbau benötigt werden, dürfen nicht nur “höchstbietend” verkauft werden. Zum Beispiel ist das Instrument der Konzeptvergabe anzuwenden, d.h. Bauland soll an den Bauherrn vergeben werden, der das bessere Konzept im Sinne günstiger Wohnprojekte oder Baugruppen realisieren will.
8. Die Stadt Koblenz soll Mitglied werden in der bundesweiten Aktion “Bündnis für bezahlbares Wohnen”.
9. Wohnungs-Leerstände über längere Zeiträume sind zu regeln.
10. Die Umnutzung von leerstehenden Büro-Räumen ist zu ermöglichen.
11. Das Gleiche gilt für Bundeswehrliegenschaften, die in z.T. extraordinär guten Stadtlagen über Jahrzehnte ungenutzt bleiben.
12. Der Verein “Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz e.V.” setzt sich für das Ziel von unbefristetem “Sozialwohnungsbau” ein, z.B. durch das Solidaritätsprinzip der “Neuen Wohnungegerechtigkeit”. Das muss nach seiner Abschaffung 1990 wieder eingeführt werden. Eine Wiedereinführung der Wohnungsgemeinnützigkeit (Neue Wohnungsgemeinnützigkeit = NWG) befürworten Experten z.B. vom Mieterbund und dem Städtetag. Gegner kommen aus dem Geschäftskreis von Unternehmen. Ziel ist die Schaffung von dauergebundenen Sozialwohnungen durch steuerliche Entlastungen und eine Reihe von begleitenden Regelungen. Prinzipien wären z.B.: Gewinnverzicht, Dauerverpflichtung, Zweckbindung der Mittel und die Abstellung für festzulegende Einkommen.

Nächstes Offenes Treffen im Oktober 2017

Nächstes Offenes Treffen im Oktober 2017

Am Donnerstag, den 26.10. um 19 Uhr findet das nächste Offene Treffen für neue Wohnformen statt. Wieder gibt es die Gelegenheit Gleichgesinnte zu treffen und Mitstreiter für bestehende oder geplante Projekte zu finden.
Auch Studenten oder Wohnraumanbieter die sich für Wohnpartnerschaften im Rahmen von „Wohnen für Hilfe“ interessieren, können sich dort informieren. Das offene Treffen ist ein gemeinsames Angebot vom Verein für gemeinsames Wohnen in Koblenz e.V. und dem Projekt „Wohnen für Hilfe“ und findet regelmäßig am letzten Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, An der Liebfrauenkirche 20, statt.
Nähere Informationen gibt es bei Anne Dommershausen (0261-9528981) und Michaela Wolff (0261-20069152).

Wohnen als Grundrecht – Brennende Fragen unserer Zeit

Wohnen als Grundrecht – Brennende Fragen unserer Zeit

Wir laden Sie herzlich zu unserem Themenabend Wohnen als Grundrecht ein. Nachdem wir eine sehr gut besuchte Veranstaltung mit Henning Scherf hatten, der vor allem darstellen konnte, wie ein Wohnprojekt über viele Jahre erfolgreich besteht, bieten wir mit unserer diesjährigen Veranstaltung Informationen und Diskussion zu aktuellen Themen an.

An diesem Abend sprechen Fachleute zu:
– Runder Tisch „Wohnen“ – Link
– Neue Wohnungs-Gemeinnützigkeit – Link
– Gemeinwohl-Ökonomie – Link

Das Hauptanliegen unseres Vereines ist gemeinschaftliches, bezahlbares Leben und Wohnen. Durch die Behandlung der gewählten Themen werden realistische Wege aufgezeigt und es werden Ideen weiter gegeben, , die zu – auch allgemein gewünschten – Lösungen führen können. Weil die Mietpreise schnell gestiegen sind und überwiegend „hochpreisige“ Wohnungen gebaut werden, fordern wir, dass unsere Stadt Investoren Auflagen für eine Sozialquote unter Berücksichtigung gemeinschaftlicher Wohnformen macht. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und Gespräche, die hier zum Umsetzung von Zielen beitragen.
Die Veranstaltung findet am Montag, 13. November 2017 um 18 Uhr im Medienladen am Hbf, Kurt-Esser-Haus (2.OG) Markenbildchenweg 38 in 56068 Koblenz statt. Hier der Flyer: Link

Wohngemeinschaft im ehemaligen Kloster

Wohngemeinschaft im ehemaligen Kloster

Offenes Treffen für neue Wohnformen
Am Donnerstag, den 28. September um 19 Uhr findet das nächste Offene Treffen für neue Wohnformen statt. Wieder gibt es die Gelegenheit Gleichgesinnte zu treffen und Mitstreiter für bestehende oder geplante Projekte zu finden. Wie eigentlich für das August Treffen angekündigt, wird dieses Mal Thomas Marx aus der Wohngemeinschaft im ehemaligen Kloster Allerheiligenberg in Lahnstein von der Entstehung und dem Leben in der Gemeinschaft berichten.
Auch Studenten oder Wohnraumanbieter die sich für Wohnpartnerschaften im Rahmen von „Wohnen für Hilfe“ interessieren, können sich dort informieren. Das offene Treffen ist ein gemeinsames Angebot vom Verein für gemeinsames Wohnen in Koblenz e.V. und dem Projekt „Wohnen für Hilfe“ und findet regelmäßig am letzten Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, An der Liebfrauenkirche 20, statt.
Nähere Informationen gibt es bei Anne Dommershausen (0261-9528981) und Michaela Wolff (0261-20069152).

Wanderung im Koblenzer Marienberg

Wanderung im Koblenzer Marienberg

Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich, um die Weinberge an der Mosel zu erkunden. Am 16.9.2017 trafen sich einige Mitglieder und Freunde von Gemeinsam Wohnen i.d. Region Koblenz e.V. am Fuße des Koblenzer Marienbergs, um zu einer Wanderung durch den Koblenzer Marienberg aufzubrechen. Nach einer kurzen Vorstellung des Weingutes und der Familie startete die Wanderung in Metternich, wo die Großeltern von Christof Schwaab, Josef und Therese Schwaab, Anfang der 1930 er Jahre das Weinhaus erbauten.
Während der Wanderung durch den Weinberg wurde die durch die Schieferablagerungen geprägte Bodenbeschaffenheit ebenso thematisiert wie der Einfluss der Steillagen auf den Charakter des Weines. Bei allem Einsatz von moderner Weinbautechnik liegt der Schlüssel zu einem zukunftsfähigen Weinbau im Respekt vor den natürlichen Ressourcen, die nicht in Jahrhunderten, sondern in Millionen Jahren an der Mosel entstanden sind. Die Vereinsmitglieder von Gemeinsam Wohnen i.d. Region Koblenz e. V. besichtigten nach der Wanderung den Felsenkeller des Weingutes und konnten während der Verkostung einiger Weine dem spezifischen Charakter des Moselweines nachspüren.
Das Bewahren von Tradition in Verbindung mit dem Beschreiten neuer innovativer Wege gehört sowohl für den Verein Gemeinsam Wohnen i.d. Region Koblenz e.V. als auch für den Weinbau an der Mosel im 21. Jahrhundert zum zentralen Selbstverständnis.

4. Offenes Treffen für neue Wohnformen

4. Offenes Treffen für neue Wohnformen

Kommunikation in Gemeinschaft
Am Donnerstag, den 27. Juli um 19 Uhr findet das nächste Offene Treffen für neue Wohnformen statt. Wieder gibt es die Gelegenheit Gleichgesinnte zu treffen und Mitstreiter für bestehende oder geplante Projekte zu finden. „Kommunikation in Gemeinschaft“ ist diesmal das Einstiegsthema.
Aber auch Studenten oder Wohnraumanbieter, die sich für Wohnpartnerschaften im Rahmen von Wohnen für Hilfe interessieren, können sich dort informieren. Das offene Treffen ist ein gemeinsames Angebot vom Verein für gemeinsames Wohnen in Koblenz e.V. und dem Projekt „Wohnen für Hilfe“ und findet regelmäßig am letzten Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, An der Liebfrauenkirche 20, statt.

Nacht der Nachhaltigkeit in Koblenz

Nacht der Nachhaltigkeit in Koblenz

Am 24. Juni 2017 von 16-22 Uhr findet in Koblenz die Nacht der Nachhaltigkeit statt. Unser Verein Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz bietet an seinem Stand auf dem Jesuitenplatz (Nr. 3 im Lageplan) Informationen und Gespräche an. Getreu der Vorgaben bei allen Entscheidungen drei Kriterien (ökologisch, ökonomisch und sozial) beachten zu wollen, beteiligt sich unser Verein bei diesem großartigen Programm, das von der Landeszentrale für politische Bildung Mainz initiiert wurde. Selbstverständlich unterstützen wir das Projekt auch finanziell.
Besonders weisen wir auf die Vortragsveranstaltung von Prof. Dr. Michael Braungart im Gewölbesaal des Alten Kaufhauses hin. Hier der Flyer und Lageplan der Veranstaltung.

Treffen für Neue Wohnformen stößt auf reges Interesse

Treffen für Neue Wohnformen stößt auf reges Interesse

Cohousing ist Thema im April
Nach einem erfolgreichen Auftakt öffnet das „Offene Treffen für Neue Wohnformen“ am Donnerstag, den 24. April um 19 Uhr wieder seine Türen. Über 30 Menschen hatten sich beim 1. Treffen eingefunden und nutzten die Gelegenheit zum Informieren und Kennenlernen. „Viel Neues gibt es nicht in Koblenz “, fasste Michaela Wolff vom Verein für gemeinsames Wohnen in der Region Koblenz e.V. in Kurzform den aktuellen Stand zusammen. „Von Seiten der Kommune und der Wohnungswirtschaft engagiert sich derzeit lediglich die Genossenschaft Modernes Wohnen im Bereich des Mehrgenerationenwohnens mit Gemeinschaftscharakter “. Gerade deshalb sei es wichtig selbst aktiv zu werden. „Wir haben kein eigenes Objekt, möchten aber Raum bieten zur Vorstellung von bestehenden oder geplanten Projekten, zum Kennenlernen von Gleichgesinnten und wir möchten informieren“, betonte die Sozialpädagogin. Konkreter wurde es bei der Vorstellung des Projektes „Wohnen für Hilfe“ des Studierendenwerks Koblenz. „In anderen Städten ist diese gegenseitige Unterstützung sehr erfolgreich“, berichtete Projektkoordinatorin Anne Dommershausen und geht davon aus, dass auch in Koblenz viel ungenutzter Wohnraum zur Verfügung steht.

Das System ist einfach: Studierende helfen in alltäglichen Dingen und bekommen im Gegenzug dafür ein Zimmer gestellt, für das sie nur die Nebenkosten bezahlen müssen. „Eigentlich eine win- win Situation, doch erst einmal müssen auf beiden Seiten Bedenken ausgeräumt werden“, erfahren die anwesenden Studierenden wie auch die potentiellen Wohnungsgeber. Berührungsängste gab es beim anschließenden spielerisch lockeren Kennenlernen jedenfalls keine. Kein Wunder, schließlich setzt der Wunsch nach Wohnen in irgendeiner Form von Gemeinschaft außerhalb der Familie eine gewisse Offenheit voraus und Gesprächsstoff gab es in den einzelnen Interessengruppen genügend.

Das offene Treffen ist ein gemeinsames Angebot vom Verein für gemeinsames Wohnen in Koblenz e.V. und dem Projekt „Wohnen für Hilfe“ und findet nun regelmäßig am letzten Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, An der Liebfrauenkirche 20, statt. Am 27.April wird sich das kurze Impulsreferat mit dem Thema Cohousing beschäftigen. Der Mai Termin fällt wegen des Feiertages aus. Nähere Informationen gibt es bei Michaela Wolff (0261-200 691 52) und Anne Dommershausen (0261-952 89 81).

Neue Fördermöglichkeiten in Rheinland-Pfalz

Neue Fördermöglichkeiten in Rheinland-Pfalz

Mietwohnungen und Modernisierung
Die ISB bietet mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz eine soziale Mietraumförderung an. Es werden verschiedene Programme angeboten für Haushalte mit geringem und mittleren Einkommen. Neu ist auch ein Förderdarlehen mit einer Zinsfestschreibung von 25 Jahren. Link

Wohnen in Orts- und Stadtkernen
Die ISB und das Land Rheinland-Pfalz fördern neue Wohnformen wie gemeinschaftliches, generationsverbindendes oder seniorenfreundliches Wohnen. Link

Anschubförderung für Innovative Wohn- und Quartiers-Projekte
Landesberatungsstelle Neues Wohnen fördert Begleitung durch Experten für Gemeinschaftliche Wohnprojekte und Bewohnergenossenschaften. Link

Moderationsförderung für Bewohner- und Genossenschaftsinitiativen.
Das Land Rheinland-Pfalz fördert neue Wohnformen und die Gründung von Bewohnergenossenschaften. Link

Neue Wege zwischen Mietervereinen und Wohnraum-Anbietern.
Infobroschüre der Landesberatungsstelle Neues Wohnen. Link

Offenes Treffen Neue Wohnformen

Offenes Treffen Neue Wohnformen startet in Koblenz

„Gemeinsam ist man weniger allein“ ist nur einer der zahlreichen Buch/Filmtitel, die sich in den letzten Jahren mit alternativen Wohnmodellen beschäftigen. Auch bei entsprechenden Veranstaltungen in Koblenz gab es immer regen Zuspruch. Im Vergleich zu anderen Regionen auf Landes- oder auch Bundesebene ist jedoch die Zahl umgesetzter Projekte oder auch konkreter Baugruppen gering.

Der Verein „Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz e.V.“ setzt sich schon seit Jahren, insbesondere auch auf politischer Ebene, für dieses Thema ein. Neben den monatlichen offenen Vereinssitzungen mit fester Tagesordnung soll es nun eine neue Möglichkeit geben, gemeinschaftsinteressierte Menschen zu treffen. Jeweils am letzten Donnerstag im Monat besteht die Möglichkeit zum Austausch. Ab 19 Uhr können sich Menschen zum Thema alternative Wohnformen informieren, austauschen und sich mit ihren Vorstellungen und Wünschen kennenlernen.

Das Spektrum der Möglichkeiten ist groß: Wohngemeinschaft, Hausgemeinschaft, Lebensgemeinschaft oder Cohousing. Mit im Boot ist auch das neue Projekt „Wohnen für Hilfe“ des Studierendenwerks Koblenz. In diesem Projekt unterstützen sich sozial engagierte Studierende und engagierte Wohnraumgeber gegenseitig: Studierende helfen in alltäglichen Dingen und bekommen im Gegenzug dafür ein Zimmer gestellt, für das sie nur die Nebenkosten bezahlen müssen (www.wohnen-fuer-hilfe.de). Angesprochen sind dabei Wohnraumgeber und Studierende, die sich auf diese Form von Wohnpartnerschaften einlassen möchten.

Start für das neue „Offene Treffen Neue Wohnformen“ ist Donnerstag, der 30. März um 19 Uhr im Haus der Begegnung, An der Liebfrauenkirche 20 in 56068 Koblenz. In kurzen Impulsreferaten werden die Ansprechpartnerinnen Michaela Wolff (0261-20069152) über den aktuellen Stand in der Region Koblenz und Anne Dommershausen (0261-9528981) über das Projekt „Wohnen für Hilfe“ berichten. Der Großteil des Abends ist jedoch dem Austausch vorbehalten.